Buchtipp – Gerritsen: Blutzeuge

„Als ich sieben Jahre alt war, lernte ich, wie wichtig es ist,
bei Beerdigungen zu weinen. Der Mann, der an jenem Sommertag im Sarg lag, war mein Großonkel Orson, der sich
vor allem durch seine stinkigen Zigarren, seinen üblen
Mundgeruch und sein ungeniertes Furzen unvergesslich gemacht hatte. Zu Lebzeiten hatte er mich mehr oder weniger ignoriert, so wie ich ihn, weshalb ich auch über seinen
Tod keineswegs untröstlich war. Ich sah nicht ein, warum
ich zu seiner Beerdigung gehen sollte, aber das gehört nun
einmal nicht zu den Dingen, die eine Siebenjährige selbst
entscheiden darf.“ …
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