Aus dem Straßenbild ist der Biedermann verschwunden und selbst manche Autofans haben ihn vergessen. Zu Unrecht, denn der im November 1977 präsentierte Peugeot 305 wurde in fast zwei Millionen Einheiten gebaut und überraschte mit nahezu konkurrenzlos sparsamen und langlebigen Motoren. Vor allem verdankt die Löwenmarke dieser kompakten Mittelklasse die Schubkraft zur Bewältigung der bis heute schwersten Unternehmenskrise, in die Peugeot damals nach der kostspieligen Übernahme von Citroen und Chrysler-Europa geschlittert war. Warum es den Franzosen mit dem Typencode 305 dennoch an nachhaltiger Faszination fehlt? Starcouturier Pininfarina hatte den ersten Peugeot mit der Endziffer „5“ nicht in revolutionäre oder extravagante Formen eingekleidet, sondern es gab den sachlich gezeichneten 305 ohne „Hecksperimente“, wie es die Presse nannte. Also anfangs ausschließlich mit konservativem Stufenheck und drei Jahre später immerhin als Kombi. Dabei hatten Volumenhersteller wie Volkswagen oder Simca längst gezeigt, wie erfolgreich fünftürige Fließhecks den Familien- und Flottenkäufergeschmack trafen.
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