Schnellster Mann auf Papier: Zum 60. von Michel Vaillant

Vroooooom. Nüchterne Menschen mögen einwenden, dass hoch gezüchtete Motoren in Wirklichkeit ganz anders klingen. Aber wenn sich so ein Buchstabengebilde wie ein Kometenschweif über rasenden Boliden durch ein Bild zieht, dann meint man fast das Dröhnen zu hören und das scharfe Aroma von Gummi und Öl zu riechen. Das vermag die suggestive Kunst des Jean Graton, der vor gut 60 Jahren einen für die damalige Zeit unerhörten Einfall hatte. Statt eines makellosen Helden in einer fiktiven Welt, schuf der Zeichner mit seiner Hauptfigur Michel Vaillant einen recht menschlichen Rennfahrer, dessen Abenteuer auf und abseits der Piste hinter die Kulissen und die Kultur des Rennsports führen und nebenbei viel Wissenswertes vermitteln. Die Entwicklung dieser Serie verläuft tatsächlich wie eine Chronik des Motorsports seit der goldenen Ära der fünfziger Jahre bis heute mit der wachsenden Popularität der elektrischen Formel E.


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