Die schönste Art in einen Stau zu fahren findet sich für die meisten Autofahrer abseits von Autobahnen und werktäglicher Rush-hour. Es sind die oft endlosen Schlangen vor den Parkplätzen für Oldtimer-Festivals oder die Kolonnen klassischer Fahrzeuge, die auf ihre Bewertung bei Rallyes oder Concours d’Elegance warten. Alte Autos faszinieren offenbar alle, Familien mit bescheidenem Budget ebenso wie wohlhabende Sammler. Entsprechend rasant vermehren sich Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, jenem Signet, das rollendes historisches Kulturgut auszeichnet. Erteilt wird das Oldtimerkennzeichen seit nunmehr genau zwei Jahrzehnten für Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind, sich aber auch im technisch einwandfreien, originalen Zustand befinden. Neben möglichen finanziellen Vergünstigungen und freier Fahrt in Umweltzonen auch ohne Katalysator symbolisiert das H-Kennzeichen für viele Fans schlicht die Freude am Oldtimer, weswegen es bereits gut 400.000 Klassiker ziert. 2018 feiern über 100 neue Modelle ihren 30. Geburtstag, allesamt Kandidaten für das Veteranen-Kennzeichen. Von Alfa bis Volvo, vom Zweizylinder bis zum V12, vom 8.500 Mark billigen Fiat 126 bis zum 444.000 Mark teuren Ferrari F 40, vom vergessenen Gemini bis zum Wartburg mit VW-Motor ist alles dabei. Vor allem aber Vmax für die Überholspur.
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