„Es war furchtbar“, erinnert sich Walter Röhrl an seine ersten Erfahrungen mit Allradtechnik. „Das Auto wollte geradeaus fahren – du hast den fast nicht um die Kurve bekommen.“ Ein Satz aus der Urzeit, als Autos lernten, sich auf vier angetriebenen Rädern fortzubewegen. Davon kann in diesem Augenblick allerdings keine Rede sein, denn der ehemalige Rallyegroßmeister fliegt wie von einem unsichtbaren Stahlseil gezogen elegant und ökonomisch durch die Kurven auf dem Eisparcours im finnischen Levi. Aber er war auch schon als Versuchsfahrer ab 1982 dabei, als Porsche an den ersten Allradprototypen arbeitete, die dann mit den Rallye-Dakar-Siegen des 953 und des Supersportwagens 959 zeigten, was mit einer Technik auch bei Sportwagen möglich war, die heute weder auf wüsten Pisten noch auf asphaltierten Rennstrecken wegzudenken ist. Dreißig Jahre ist es her, dass Porsche mit dem ersten 911 Carrera 4, Typ 964, Premiere feierte. Zunächst fremdelten eingefleischte Heckantriebsjünger allerdings mit dieser Ziffer am Heck. Heute werden dagegen über 40 Prozent der 911er-Varianten mit Allradantrieb bestellt und der Turbo ist sogar nur mit 4×4-Kraft erhältlich.
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