Buchtipp – Lehmkuhl: Nico

Ich war selbst noch Hospitant beim Rundfunk, als im August 1988 eine Meldung durch die Redaktion ging: Nico ist tot, gestorben mit 49 Jahren.

Wer sich bei dem Namen an die berühmte Sängerin aus den Sechzigern erinnerte, mag sofort gedacht haben: Ein Opfer der harten Drogen. Tatsächlich aber erlag sie einem Aneurysma, dem ein Fahrradunfall vorausgegangen war. Viele mochten freilich mit dem Namen schon damals nicht mehr anzufangen wissen: Die letzten Jahre ihres Lebens hatte die Nico, tatsächlich schwer heroinabhängig, unter unwürdigen Bedingungen verbracht und sich mit Auftritten über Wasser gehalten, die in vieler Hinsicht unter ihrem Niveau waren. Umso erstaunlicher, dass sie noch Veröffentlichungen zustande brachte (z.B. „Camera obscura“ von 1985).

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