Es waren 24 Stunden, die die Autowelt veränderten. Am 6. Oktober 1948 ist Citroens Ente geschlüpft und mit einem völlig neuen federweichen Fahrkomfort hob der für alle bezahlbare 2CV ab zu einem Höhenflug, der erst nach über 5,1 Millionen Exemplaren und 42 Jahren endete. Seinen Ehren-Platz in einer virtuellen automobilen Ruhmeshalle verdankt der bis heute meistgebaute Citroen vor allem seiner minimalistischen Konstruktion, den skurrilen Formen und dem Status des unkonventionellsten französischen Volksautos aller Zeiten. Eine Karriere zum Kultauto, die für den fröhlich schnatternden viertürigen Zweizylinder keineswegs vorhersehbar war. Im Gegenteil: Mit Wellblech-Konturen im Vorkriegslook, extrem spartanischem Innenraum und flatterig wirkender Qualität präsentierte sich der Citroen 2CV bei der Premiere im Grand Palais des Pariser Salon wie ein Gegenpol zu all den glanzvoll inszenierten Luxuskarossen und Nachkriegsneuheiten. Entsprechend verstört fielen die Reaktion von Fachwelt und Publikum aus. Immerhin: So viel Auto für so wenig Geld war den Franzosen bis dahin nicht geboten worden.
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