
Einen Lichtblick, aber auch einen Tiefpunkt verzeichnete das KÜS Team75 Bernhard im Sonntagsrennen zum ADAC GT Masters in Oschersleben. Während die Startnummer 18 mit Porsche Young Professional Matteo Cairoli (22, Italien) und Adrien De Leener (29, Belgien) mit Platz sieben ordentlich Punkte einfahren konnte, ging die Startnummer 17 mit Timo Bernhard (37, Bruchmühlbach-Miesau) und Klaus Bachler (27, Österreich) nach einem unverschuldeten Unfall leer aus.
Dabei hatte es im morgendlichen Qualifying noch sehr
vielversprechend für die Truppe aus Bruchmühlbach-Miesau ausgesehen. Bei
schwierigen Bedingungen und nasser Piste stellte Matteo den Porsche 911 GT3 R
auf Startplatz zwei, Klaus qualifizierte das Schwesterauto auf Platz fünf. Das
Unheil nahm aber schon beim Start seinen Lauf. Matteo kassierte eine
Fünf-Sekunden-Boxenstoppstrafe, weil er seine Startposition nicht korrekt
eingehalten hatte. Klaus wiederum wurde von mehreren Konkurrenten eingeklemmt,
fiel auf Platz zehn zurück und konnte auf der flüssig zu fahrenden Piste, die
so gut wie keine Überholmanöver zulässt, keinen Platz gutmachen. Nach dem
Pflichtboxenstopp attackierte Timo sofort, wurde aber von einem Konkurrenten in
die Reifenstapel geschickt. Der „Sünder“ wurde zwar bestraft, doch war das
Rennen für die #17 zu Ende. Adrien dagegen konnte in der #18 seinen Stint
problemlos absolvieren und kam als Siebter ins Ziel.
Timo Bernhard: „Mein Rennen war leider schnell vorbei, als
mein Vordermann beim Überholen einen Fehler gemacht hat. Ich war schon nebendran,
er hat mir leider keinen Platz gelassen und mich abgedrängt. Das Auto war dann
so beschädigt, dass ich nicht weiterfahren konnte. Schade, denn der Tag hatte
mit einem starken Qualifying für uns gut begonnen.“
Klaus Bachler: „Nicht das Wochenende, das wir uns gewünscht
hatten. Es hat mit dem Qualifying ja gut angefangen, Startplatz fünf war eine
gute Ausgangsposition. Leider bin ich dann nicht so gut weggekommen und bin in
der ersten Kurve eingeklemmt worden. Dann hat mich noch ein Konkurrent
rausgedrückt, da habe ich wertvolle Positionen verloren. Hier kannst du nicht
überholen, wenn der Vordermann keinen Fehler macht. Nach dem Boxenstopp ist
dann leider der Unfall passiert. Es ist einfach schade. Das erste Wochenende
haben wir uns schon anders vorgestellt. Aber es hilft nichts. Wir müssen uns
jetzt zusammenraufen und nach vorne schauen. Die Saison ist noch lange.“
Matteo Cairoli: „Es ist ein Jammer, dass ich diese blöde
Strafe bekommen habe. Ich war einfach nicht hundertprozentig auf meine
Startposition fokussiert. Dieser Fehler tut mir leid. Dann habe ich aber das
Maximum gegeben, wir konnten dann auch einige Punkte sammeln, das ist immer
gut. Das Auto lief prima, danke ans Team für den guten Job. Ich hoffe, dass es
beim nächsten Mal noch besser läuft für uns.“
Adrien De Leener: „Schade, dass wir die Fünf-Sekunden-Strafe
bekommen haben, sonst hätten wir ums Podium kämpfen können. Aber am Ende des
Tages haben wir das Maximum herausgeholt und sind Siebte geworden. Matteo hat
das gesamte Wochenende einen super Job gemacht, speziell heute früh im
Qualifying. Ich bin superhappy, dass wir zusammen fahren. Ich bin sicher, dass
diesem ersten Erfolg noch viele folgen werden.“
Teammanager Klaus Graf: „Wir hatten heute früh ein super Qualifying, beide Autos in den ersten drei Startreihen und das bei schwierigen Bedingungen, wir sind ja das erste Mal im Regen gefahren. Von daher hatten wir eine gute Ausgangsposition, konnten aber leider keine optimalen Ergebnisse erzielen. Timo wurde leider in eine Kollision verwickelt, damit war das Rennen für die Startnummer 17 zu Ende. Platz sieben für unsere Startnummer 18 ist ein gutes Resultat, von daher sind wir vom Ergebnis her zufrieden. Schade war natürlich die Fünf-Sekunden-Strafe. Wir müssen die Wochenenden einfach besser maximieren.“
Foto: Gruppe C Photography
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