
Gibt es jemanden, der dieses Cover noch nie gesehen hat? Schwer vorstellbar. Die „Fab Four“ auf einem Zebrastreifen, brav wie wohlerzogene Kinder beim sonntäglichen Kirchgang, hat wohl so ziemlich jeder irgendwann einmal zur Kenntnis genommen. Zumal das Motiv auch als Inspiration für andere Werke galt. Zeit genug war ja: Vor genau 50 Jahren erschien „Abbey …
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Gibt es jemanden, der dieses Cover noch nie gesehen hat? Schwer vorstellbar. Die „Fab Four“ auf einem Zebrastreifen, brav wie wohlerzogene Kinder beim sonntäglichen Kirchgang, hat wohl so ziemlich jeder irgendwann einmal zur Kenntnis genommen. Zumal das Motiv auch als Inspiration für andere Werke galt.
Zeit genug war ja: Vor genau 50 Jahren erschien „Abbey Road“ von den Beatles erstmals. Grund genug für eine Reihe von Jubiläums-Editionen. Was alle eint: Wenn man genau hinsieht, ist das mit dem Bravsein so eine Sache gewesen. Rein optisch sind zumindest John Lennon und George Harrison typische Vertreter der Hippie-Bewegung. Und hinter den Kulissen hat’s ja damals schon ordentlich gekracht.
Trotzdem ist das letzte Album der Beatles ein Klassiker
geworden. Mit „Here Comes The Sun“ und „Octopus‘ Garden“ lieferten George
Harrison und Ringo Starr je einen eigenen Song. Beide zeigten, dass
Lennon/McCartney keineswegs die alleinigen „masterminds“ hinter den großen
Erfolgen waren.
Der Moog-Synthesizer, damals noch kaum bekannt, kam eben in
„Here Comes The Sun“ zum Einsatz, „Because“ war von Beethovens Mondscheinsonate
inspiriert. Manche Songs wurden später
vielfach gecovert, u.a. festigte das London Symphony Orchestra mit einem Medley
aus „Golden Slumbers“ und „Carry That Weight“ sein Renommee als Brückenbauer
zwischen Rock und Klassik.
Das alles klingt stimmig, auf der Höhe von 1969, die Musik
war im Vergleich zu den ersten vier Jahren deutlich komplexer geworden. Dennoch
sind die meisten Titel von dem Wunsch nach Auflösung der Band bestimmt gewesen.
John Lennon hatte im Jahr von „Abbey Road“ parallel die „Plastic Ono Band“
gegründet und wollte die ausdrücklich auch forcieren. So bleibt das Album bis
heute ein künstlerisches Vermächtnis, das zum Jubiläum in verschiedenen
Aufmachungen erscheint, unter anderem mit umfangreichem Buch zu den
Hintergründen. Aber allein die einfache CD ist schon das (Wieder)hören wert.
Ehm…”Abbey Road” als letztes Album? Und wie war das mit „Let It Be“? Diese LP erschien zwar nach „Abbey Road“, war aber schon vorher eingespielt worden. Als es erschien, war das Ende der Beatles kurioserweise schon offiziell besiegelt. Und die Fertigstellung hatte Phil Spector übernommen. Die Anwesenheit derer, die als Interpreten auf dem Cover standen, war gar nicht mehr nötig.
The Beatles: Abbey Road (Apple)
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