Bezahlbarer Luxus für gutsituierte Familien und erfolgreiche Firmenchefs. Damit sollte der Opel Kapitän alle etablierten Premiummarken das Fürchten lehren. Erfolgreich wie die weitere Geschichte zeigte, denn ein Großserien-Kostenvorteil in Kombination mit Komfort-Annehmlichkeiten amerikanischer Art machte den Kapitän zum Inbegriff des bürgerlichen Traumwagens. Im Wirtschaftswunder-Deutschland galten die laufruhigen Sechszylinder und V8 sogar als Nonplusultra unter den modisch angesagten Luxuslinern, schließlich schneiderte Opel seinem Kapitän im Schnitt alle zwei Jahre eine neue Uniform mit Chrom-Glitter oder Panoramascheiben. In seinen besten Zeiten fuhr der legendäre Opel im Format eines kompakten Straßenkreuzers sogar im Kielwasser von VW Käfer und Opel Rekord auf Rang drei der Zulassungsstatistik. Davon konnten Premiummarken wie Mercedes oder BMW nur träumen. Richtige Sorgenfalten bekamen die süddeutschen Konkurrenten, als der Kapitän 1964 Verstärkung durch die Topmodelle Admiral und Diplomat erhielt. Mit diesem „KAD“-Trio dominierte Opel endgültig die linke Spur – bis der Stern nachrüstete und BMW mit schnellen Sechszylindern konterte.
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