In der ersten Zeit kannte man das Duo nur in und um Berlin. In den Neunzigern waren AnNa R. und Peter Plate alias Rosenstolz ein Geheimtipp. Warum? Ihre Musik ließ sich am ehesten unter „Chanson“ einordnen, und dieses Genre hat es mit Interpreten deutscher Sprache ja schon traditionell schwer. Verspielt, mondän, romantisch, auch lasziv konnte man ihre Musik nennen, schon damals, als sie mit „Soubrette werd ich nie“ und anderen Titeln Erfolg hatten in der Stadt, die erst wenige Jahre wieder Hauptstadt war. Die Texte? Reich an Anspielungen, Pointen und auch Sottisen. AnNa, die Extravagante, Peter, der nette Typ von nebenan – das passte. Aber eben zunächst nur auf kleine Bühnen.
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