
Die erste Reiseenduro des US-Traditionsherstellers Harley-Davidson dürfte eine Sonderstellung im Modellprogramm der Amis einnehmen. Die Pan America soll mithelfen, neue Kunden für die Motor-Company zu generieren. Sie ist eine Neuentwicklung, das gilt für den 1.250 ccm großen, wassergekühlten V2 mit mindestens 107 kW/145 PS Leistung genauso wie für das Chassis und den Kettenantrieb des Hinterrads. …
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Die erste Reiseenduro des US-Traditionsherstellers
Harley-Davidson dürfte eine Sonderstellung im Modellprogramm der Amis
einnehmen. Die Pan America soll mithelfen, neue Kunden für die Motor-Company zu
generieren. Sie ist eine Neuentwicklung, das gilt für den 1.250 ccm großen,
wassergekühlten V2 mit mindestens 107 kW/145 PS Leistung genauso wie für das
Chassis und den Kettenantrieb des Hinterrads. Die Fahreigenschaften der Pan
America auf wie abseits der Straße werden nach Überzeugung der amerikanischen
Entwickler „auf Augenhöhe mit den wichtigsten Wettbewerbern“ sein – gemeint
sind die BMW R 1250 GS und die KTM 1290 Super Adventure.
Große Resonanz am Markt dürfte 2020 Honda mit der neuen
CRF1100 Africa Twin finden. Das Nachfolgemodell der sehr erfolgreichen
Tausender kommt mit einem etwas leistungsfähigeren Motor mit 75 kW/102 PS
Leistung, geringfügig geringerem Gewicht (ab 226 kg) und einer stark verbesserten
technischen Ausstattung (TFT-Display, Fahrassistenz-und Regelsysteme) sowie mit
einem deutlich ausgeweiteten, zugleich verbesserten Zubehörangebot. Der Preis
beginnt bei 14.165 Euro, kann aber je nach Version und bei Ausstattung mit dem
DCT-Doppelkupplungsgetriebe auch bis an die 20.000 Euro ansteigen.
Noch wichtiger für KTM als die vermutlich rundum
überzeugende neue 890 Duke R dürfte langfristig die kleine 390 Adventure sein;
deren Nakedbike-Vorläufer, die 390 Duke, hat es 2019 in Deutschland auf immerhin
1.730 Verkäufe und damit Rang 8 der Neuzulassungsstatistik gebracht. Die
Adventure-Cousine des agilen Nakedbikes (373 ccm Hubraum, 32 kW/44 PS) soll
einen breiten Spagat zwischen sehr guten Fahreigenschaften auf Asphalt wie im
Gelände schaffen und damit ein großes, nicht unbedingt vermögendes Publikum
ansprechen. Denn der Preis ist mit 6.195 Euro im Verhältnis zum Gebotenen
günstig, dabei ist die technische Ausstattung überdurchschnittlich gut und das
Gewicht mit 170 Kilogramm niedrig. Auch bei den Federwegen von 17 Zentimetern
und der Sitzhöhe von 85,5 cm hat KTM kundenfreundliche Werte realisiert.
Fotos: Ulf Böhringer/SP-X, Harley Davidson, Honda
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