
Mit dem Toyota Proace City Verso ist das franko-japanische Quartett jetzt komplett. Die Pkw-Version des Proace City Verso geht aus einer Kooperation mit dem PSA-Konzern hervor, basierend auf der EMP2-Plattform. Die technischen Geschwister sind der Citroen Berlingo, Peugeot Partner/Rifter und Opel Combo. Am 1. April ist die Markteinführung des Franco-Japaners dessen Preise bei 20.660 Euro beginnen beim deutschen Handel.
Das Freizeitmobil kommt mit langem oder kurzem Radstand in zwei Längen daher und ist wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer bestellbar. Die Kurzversion misst 4,40 Meter und hat einen Radstand von 2,70 Metern, die Langversion ist 35 Zentimeter länger (4,75 Meter/Radstand 2,90 Meter). Hinter der großen Heckklappe können zwischen 597 Liter (Langversion: 850 Liter) und maximal 2.126 Liter (Langversion: 2.693 Liter beim Fünfsitzer) verstaut werden. Pfiffig ist, dass sich das Heckscheibenfenster separat öffnen lässt, damit man schnell ein paar Kleinigkeiten verstauen kann.
Innen bietet der Japaner reichlich Platz und die zwei großen
Schiebetüren erlauben ein bequemes Ein- und Aussteigen zu den hinteren Sitzen.
Kopf- und Beinfreiheit ist auch in der zweiten Reihe genügend vorhanden. Die
zweite Sitzreihe bietet zudem Platz für drei Isofix-Kindersitzbefestigungen.
Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und die verwendeten Materialien machen
einen guten Eindruck. Eine Vielzahl von Ablagemöglichkeiten unter den Sitzen
und im Fahrzeugboden erlauben, allerlei Kleinigkeiten unterbringen. Außerdem
gibt es eine höhenverstellbare Kofferraumabdeckung, die auch Gewichten von bis
zu 25 Kilogramm standhält. Optional hält der in den Ausstattungsstufen Combi,
Shuttle, Team D und Executive erhältliche „Freizeitdampfer“ Features wie ein
Panoramadach, LED-Leseleuchten und zusätzliche Staufächer parat, die wie bei
einem Flugzeug unter dem Dach angeordnet sind. Zu den Sicherheitsausstattungen
– teilweise auch optional – gehören unter anderem ein Head-Up-Display,
Verkehrszeichenerkennung, Aufmerksamkeitswarner, Spurhalteassistent,
Geschwindigkeitsregler sowie ein Toter-Winkel- und Fernlichtassistent.
Die Motorenpalette kommt aus dem PSA-Regal und umfasst zum
Marktstart einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner in zwei Leistungsstufen und
einen Dieselmotor in zwei Leistungsstufen mit 1,5-Liter Hubraum. Der kleine
Benziner leistet 110 PS und die Kraft wird mittels einer Sechsgang-Schaltung
auf die Räder gebracht. Der große Benziner mit 130 PS kann wahlweise mit Sechsgang-Handschaltung
oder einer Achtgang-Automatik geordert werden. Auf der Dieselseite gibt es
einen Vierzylindermotor mit 99 PS und 130 PS. Auch hier erfolgt die
Kraftübertragung mit einer Sechsgang-Handschaltung und der 130 PS-Diesel ist
optional auch mit einer Achtgangautomatik erhältlich. Die Normverbrauchswerte
gibt Toyota zwischen 4,3 Liter für den Diesel und fünf Liter für den Benziner
an. Für eine kurze Testfahrt durch Köln stand der 130 PS Diesel zur Verfügung.
Der Vierzylinder erreicht sein maximales Drehmoment von 300 Nm bei 1750 min-1
und entwickelt eine gute Kraftentfaltung ohne störendes Leistungsloch.
Erwähnenswert sind das gut abgestimmte Fahrwerk und die Laufruhe des
Vierzylinders.
Die Preispalette für den Proace City Verso L1 beginnt bei
20.660 Euro für den 1,2-Liter-Benziner mit kurzem Radstand (L2; 22.500 Euro)
und endet beim Executive L1 mit 130 PS mit Automatikgetriebe bei 36.150 Euro
(L2: 35.960 Euro) in der Executive Version. Die Diesel-Versionen kosten ab
22.280 Euro (L2: 26.480 Euro) und der große Diesel in der Topausstattung kostet
37.770 Euro (L2: 37.580 Euro). In diesem Jahr erwartet Toyota hierzulande noch
rund 2.800 Proace City Verso Verkäufe, davon sollen 53 Prozent auf die
Ausstattungsversion Team D und 22 Prozent auf die höchste Version Executive
entfallen.
Text: Ute Kernbach
Fotos: Toyota
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